Der Kongresspalast/Auditorium repräsentiert die Insel in ihrer Gesamtheit. Der Palast bildet eine eigene, auf den ersten Blick gedanklich erfassbare Einheit. Davon hebt sich das Kulturzentrum ab, das sich seinerseits in vielfache Volumina unterteilt.
Diese neue, innere wie äußere, Landschaft möchte eine Antwort auf das Klima der Insel geben sowie sich vor den Innenhöfen ihrer Häuser und Kirchen verbeugen, die die Inselarchitektur so sehr prägen.
Das Gebäude schafft einen eigenen Ort in der Landschaft, der dieser einen einzigartigen Charakter verleiht und optische Filter vor die Bebauung der nächsten Umgebung schiebt. Der Entwurf gliedert sich in zwei Teile, indem er die Beschaffenheit des Geländes nutzt: Der rechteckige und kartesische Raum wird vollständig vom Kongresspalast und Auditorium eingenommen, um das zwischen den Bäumen und kurvigen Höhenunterschieden des Geländes eingefügte Kulturzentrum freier anzusiedeln. Ab dieser Stelle unterteilt sich die Einheit:
DAS KULTURZENTRUM
Die Ausstellungsfläche dient als Verteiler zu allen Räumen. Die verschachtelte Volumetrie des Gebäudes entspricht der Anordnung der Tagungsräume und der methodischen Systematisierung, um das Außenlicht einzufangen: Zwei Volumina beherbergen im unteren Teil die Mehrzwecksäle, und ein Drittel enthält den Festsaal mit doppelter Höhe und einem Fassungsvermögen von 437 Sitzplätzen. Im Zugangsgeschoss befindet sich das Restaurant, ein großer, mit dem Kongresspalast verbundener und in drei große Speisesäle unterteilbarer Raum.
Die Vortragssäle sind für verschiedene Verwendungszwecke gedacht und daher verwandlungsfähig und vielseitig konzipiert, für kulturelle Zwecke und als für einen Kongress notwendige Vortragsräume.
Das gesamte Zentrum wird über vier Lichtschächte ausgeleuchtet: zwei über dem Ausstellungssaal, einer im Festsaal und ein weiterer über dem Innenhof. Der Entwurf versucht, Hintergrundlicht von der Cafeteria aus einzufangen, die vom Innenhof her beleuchtet wird und von der aus durch den Ausstellungsraum hindurch der Pinienwald sichtbar ist.
Es scheint angebracht, das Kulturzentrum mit dieser zweifachen Bedingung zu konzipieren: Es muss eine Antwort geben auf die kulturellen Anforderungen der Stadt, aber zugleich dem Kongresspalast als zusätzlicher Raum dienen, um Auslastungsspitzen auszugleichen. Das Zentrum wird zur „Lunge” des Projekts und erwirbt Bedeutung als Dreh- und Angelpunkt der ganzen Einheit, indem es dem Gebäude die der täglichen Nutzung eigene Dynamik verleiht.
DER KONGRESSPALAST/AUDITORIUM
Vom Foyer gelangt man in den einzigen Raum des Saales. Dieser große Saal ist so konzipiert, dass er je nach Nutzung veränderbar ist: Vom großen Kongresssaal/Auditorium mit 1243 Sitzplätzen verwandelt er sich durch einmalige Unterteilung in einen Theater-, Tanz- und Kongresssaal mit 840 Sitzplätzen und einen weiteren Konzert- und Kongresssaal mit 403 Sitzplätzen.
Anhand mehrerer beweglicher Vorhänge lassen sich der Zuschauerraum vom Gang abtrennen und Säle verschiedener Größen schaffen durch den „theatralen“ Wunsch, in das architektonische Ganze ein entscheidendes Element – die Vorhänge – einzufügen, um so Statik und Bewegung voneinander zu trennen zu suchen.
Ein Kongresspalast ist hauptsächlich ein Tagungsort, und der Entwurf betont die Durchgangs-, Warte- und Gesprächsbereiche als charakteristische, um den Zuschauerraum herum angeordnete Flächen des Gebäudes. Diese in der Architektur der Insel so wichtigen Zwischenräume erscheinen als Übergang zwischen dem Gebäude und seinem Standort, baumbestanden und schattig, vom Gebäudeäußeren abgetrennt und ummauert, stets höher, über der Landschaft gelegen positioniert...
DIE BÜHNE
Es handelt sich um eine Nutzfläche von 15x20 m zuzüglich einer dem Zuschauerraum abgewonnenen Fläche und einer seitlichen, direkt mit der Lade-/Entladezone und den Lagerräumen verbundenen Zusatzfläche. Die akustische und technische Ausstattung im Bühnenraum wird durch Künstlerumkleiden, Proberäume und Technikkabinen ergänzt. Die Welt auf und hinter der Bühne soll vom Zuschauerraum getrennt werden. Zu diesem Zweck gibt es einen unabhängigen Eingang für Bühnenmaterial und Aufbaupersonal.
DIE AKUSTIKBEDINGUNGEN
Die Akustikbedingungen bildeten die Grundlage für den Entwurf des Saals, dessen Volumen und Widerhallzeit den Richtwerten angepasst wurden und ein Zwischenmaß zwischen einem Auditorium und einem Theaterraum finden.
Das gesamte akustische Kontrollsystem befindet sich in der Decke, wo sich die technische Überwachung der Installationen mit der genauen Berechnung der Saalakustik verbindet. Die Akustikmuschel fügt sich in die Gesamtheit der technischen Elemente des Bühnenraums ein und legt sich bei Konzerten über ihn.
ZUGANGSGESCHOSS (+0.00)
FOYER. Information, Pförtnerei, Garderoben
RESTAURANT-CAFETERIA
Speisesaal (200 Tischgäste)
WCs
HAUPTSAAL (1243 Sitzplätze, unterteilbar in 840 bzw. 403 Sitzplätze)
BAUMBESTANDENER GANG
WCs
UNTERGESCHOSS (-7.50)
Bühne
Künstlerumkleiden
Proberäume
Lade- und Entladezone
Parkplatz
Simona Bianchi
Directora Comercial
Palacio de Congresos de Ibiza
avda. Dr. Camacho s/n
07840 Santa Eulària des Riu
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