PUIG DE MISSA
Der Puig de Missa wurde 1952 vom Kulturministerium zum Bien de Interés Paisajístico (Landschaftsschutzgebiet) und 1985 zu einem Bien de Interés Cultural como lugar histórico (historisches Kulturgut) erklärt und gilt seit 2002 als Conjunto Histórico (historischer Komplex).
Diese Kirche wurde im 16.Jahrhundert als Teil eines Verteidigungs- und Bewachungssystems errichtet und diente im folgenden Jahrhundert als Zentrum des ersten Ortskerns des Gebiets. In einem dieser Häuser ist heute das Ethnologische Museum von Ibiza und Formentera untergebracht.
KIRCHE LA MARE DE DÉU DE JESÚS (MUTTERGOTTES VON JESÚS)
Diese Kirche wurde am Ende des 15.Jahrhundert von den Franziskanern als Kloster errichtet und ist heute Teil des Ortszentrums von Jesús. In ihren Anfängen diente sie den Menschen, die am Meer außerhalb der Stadtmauern Ibizas lebten, als Kultstätte. Sie beherbergt das Altarbild, das die Geburt der Muttergottes von Jesús darstellt, ein Werk Osonas, das ein Vorzeigestück des so genannten internationalen Stils des Übergangs von der Gotik zur Renaissance ist.
Entstehungszeit: Ende des 15.Jahrhunderts.
KIRCHE VON SANTA GERTRUDIS DE FRUITERA
Die Besonderheit der 1797 fertig gestellten Kirche ist, dass sie den größten Glockenturm (1899) aller Kirchen der Insel hat. Ihre heutige Fassade verrät, dass lange nach ihrer Entstehungszeit Elemente hinzugefügt wurden, wahrscheinlich gegen das Jahr 1890. Im Altarraum ist der originale Altaraufsatz aus Holz mit einem modernen Bild der Heiligen Gertrudis erhalten.
Entstehungszeit: Ende des 18.Jahrhunderts.
KIRCHE VON SANT CARLES DE PERALTA
Die gegen Ende des 18.Jahrhunderts erbaute Kirche verfügt über einen der bedeutendsten aus einer Säulenreihe bestehenden porxos (überdachter Seitenraum) des ländlichen Inselraums. Der Ort, an dem die Kirche steht, zeichnete sich durch seine landschaftliche Verschiedenheit aus (die vom Erzherzog Luis Salvador gerühmt wurde) und die durch die intensive Bebauung jetzt verändert wird. Im Inneren ist ein Beichtstuhl im alten Stil, vermutlich aus dem 19.Jahrhundert erhalten.
Entstehungszeit: 18.Jahrhundert
AQUÄDUKT VON S´ARGAMASSA
In unmittelbarer Nähe von S´Argamassa befindet sich diese 425 Meter lange Steinmauer, in deren oberem Teil sich Kanäle zum Wassertransport befinden. Sie war wahrscheinlich Teil einer Industrieanlage zum Pökeln von Fischen (1.und 2.Jahrhundert n.Chr.) Der noch nicht ausgegrabene untere Bereich könnte ein Teil der Lagerräume sein, wo garum hergestellt wurde, eine unter den alten Seeleuten des Mittelmeers sehr geschätzte Konserve. Einige Meter meereinwärts kann man noch die Fortsetzung eines Kanals sehen, der unerwartet über einen Felsen, heute eine Klippe, hinausgeht.
Entstehungszeit: Römerzeit, 1.Jahrhundert.